Identities on Display, 2013 © Stefan Alber

Identities on Display, 2013 © Stefan Alber

Identities on Display, 2013 © Stefan Alber

Identities on Display, 2013 © Stefan Alber

Hidden Beauty

12.10.2019 – 19.01.2020
Group Exhibition

Kunsthalle Nürnberg
Germany

Karin Sanders Arbeiten entstehen aus der Reflexion über die institutionellen und räumlichen Rahmenbedingungen von Kunst und fügen sich häufig so perfekt in den jeweiligen Kontext ein, dass sie bisweilen auf den ersten Blick nicht wahrgenommen werden. Ein schönes Beispiel dafür ist Identities on Display von 2013: 18 Vitrinen, die als Garderobe bzw. Schließfächer im Foyer der Kunsthalle Nürnberg aufgestellt sind. Die Sicherheitsregeln in Museen erfordern es, größere Taschen, Rucksäcke, Schirme oder Mäntel einzuschließen oder an der Garderobe abzugeben. Die abschließbaren Vitrinen von Karin Sander erfüllen den Zweck des Verwahrens, lassen jedoch den Blick auf die privaten Gegenstände zu. Damit werden die von Besucherinnen mitgebrachten Alltagsutensilien unmittelbar zu Ausstellungsstücken, die Rückschlüsse auf die Person, ihr Geschlecht, ihre individuellen Vorlieben, ihren gesell- schaftlichen Status oder auch ihre kulturelle Herkunft zulassen. Präsentiert in Vitrinen werden Fahrradhelm, Einkaufstasche, Jacke oder Regenschirm plötzlich zu Facetten individueller Porträts, die mit demselben Interesse
wie Kunstobjekte betrachtet werden. Insofern ist die Installation Identities on Display in der Kunsthalle Nürnberg nicht nur eine Einladung zum Gebrauch und zur Teilnahme, sondern repräsentiert auch die Besucher
- innen selbst, ihre An-und Abwesenheit als ein sich ständig veränderndes Gesamtbild.